VOLIBU und Corona

Liebe Sänger, liebe Mitglieder,

wir leben in einer schweren Zeit, von der wir nicht wissen, wann sie überstanden sein wird. Von jetzt auf sofort hat sich unser gesamtes Leben verändert. Niemand hätte eine solch gravierende Si-tuation vorausahnen können und doch ist sie eingetreten. Dies schränkt uns allgemein und insbeson-dere im Privaten extrem ein. Menschliche Kontakte müssen auf ein Minimum zurückgefahren wer-den, die Angst, dass das Virus auch uns befällt, sitzt uns ständig im Nacken.

Bei all den Schwierigkeiten und Unannehmlichkeiten, die uns diese Situation abverlangt, sollten wir dennoch den Mut nicht verlieren und nach vorne sehen. Es werden gewiss auch wieder bessere Zei-ten kommen. Wir selbst sollten die uns jetzt unerwartet zur Verfügung stehende Zeit dazu nutzen, Einkehr zu halten und über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken. Hier denke ich in erster Linie an die Familie.

Aber auch der Verein steht für Solidarität und Zusammenhalt. Wir sind füreinander da! Gerade in solchen Zeiten ist es wichtig zu wissen, dass man nicht alleine dasteht. Auch ein Verein kann einem in einer solchen Situation Halt geben. Jeder, der sich mit der Historie unseres Vereins befasst, weiß, dass Solidarität beim Volksliederbund schon immer groß geschrieben wurde. Schwere Zeiten wur-den in der Vergangenheit durchlebt und gemeinsam überstanden. Wir halten Kontakt über Internet, What`s App oder per Telefon. Sollte jemand Probleme haben, öffnet Euch, gemeinsam sind sicher-lich Lösungen zu finden.

Wir sollten die Zuversicht nicht verlieren, dass auch diese schlimme Zeit vorübergeht und wir recht bald zu unserem geregelten Alltag zurückfinden werden. Hierzu gehören natürlich auch unsere ge-meinsamen Singstunden sowie unsere sonstigen Aktivitäten, die derzeit leider auf Eis liegen.
Wir brauchen Geduld!!! Auf der Rückseite habe ich zwei Gedichte abgedruckt, die sich mit dem Thema Geduld befassen und somit aktueller denn je sind.

Bleibt mir noch Euch, liebe Sänger, liebe Mitglieder und Euren Familien, ein frohes Osterfest zu wünschen. Bleibt gesund. Hoffentlich sehen wir uns bald fit und munter wieder.

In diesem Sinne verbleibe ich

mit lieben Grüßen

Peter

Geduld ist das
Schwerste und Einzige,
was zu lernen sich lohnt.
Alle Natur, alles Wachstum,
aller Friede, alles Gedeihen
und schöne in der Welt
beruht auf Geduld,
braucht Zeit,
braucht Stille,
braucht Vertrauen ( Hermann Hesse )

Über die Geduld

Man muss den Dingen
die eigene stille,
ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt
und durch nichts gedrängt
oder beschleunigt werden kann,
alles ist austragen- und
dann gebären…

Reifen wie der Baum,
der seine Säfte nicht drängt
und getrost in den Stürmen des Frühlings steht,
ohne Angst, dass dahinter kein Sommer kommen könnte.

Er kommt doch !

Aber er kommt nur zu den Geduldigen,
die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge,
so sorglos, still und weit…

Man muss Geduld haben

Mit dem ungelösten im Herzen,
und versuchen, die Fragen selber lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben,
und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache
geschrieben sind.

Es handelt sich darum, alles zu leben.
Wenn man die Fragen lebt, lebt man vielleicht allmählich,
ohne es zu merken,
eines fremden Tages
in die Antwort hinein. ( Rainer Maria Rilke )

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